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Ihre Redaktion vor Ort Wolfach. Katharina Beule Fon: Feuerwehr schlägt Scheibe ein. Betreiber peilen nach Eröffnung am Mai vorerst schwarze Null an. Nur Asylbewerber wollen in Krisenzeiten etwas zurückgeben. Kommune setzt Masken ein.
Die über achthundert Jahre alte, damals nur mündlich geschlossene Vereinbarung zwischen den Patriziaten Ghirone und Semione hat sich dank schriftlich festgehaltener Zeugenaussagen in einem Rechtsstreit erhalten, bei dem es um Nutzungskonflikte um Weiden, Äcker und Alpen im Bleniotal ging. Es ist einer der ersten schriftlichen Belege zur Alpnutzung im Bleniotal überhaupt.
Die erhaltenen Akten zeigen eine offenbar schon über Generationen entwickelte Landwirtschaft, in der Besitz und Landnutzung bis ins kleinste Detail geregelt waren. Die Alpen spielten eine zentrale Rolle. Bestossen wurden sie primär mit Kühen, aber auch Schafe, Schweine und Ziegen wurden gesömmert. Manche Voralpen durften erst nach dem ersten Heuschnitt beweidet werden, Pferde und Ochsen wiederum hatten auf einigen Alpen ausdrückliches Weideverbot. Es kam auf jeden Grashalm an. Zuchtpferde durften nicht sömmern Die sich wie ein roter Faden durch das Mittelalter ziehenden Konflikte um die Nutzung des kargen Landes liessen sich letztlich erst lösen, als in einem eigentlichen Wettrennen im Spätmittelalter zunehmend Alpen jenseits der Bergketten auf der unter weniger Bevölkerungsdruck leidenden Bündner- und Urnerseite erworben wurden.
Die Verkäuferin, die Talgemeinde Lugnez, bedingte sich das Recht heraus, so viele Pferde während 60 Tagen auf der Alp zu sömmern, wie sie im Winter beherbergen konnte. Damit waren Pferde gemeint, die vor allem als Saumtiere benötigt wurden. Für den Weiterverkauf bestimmte Zuchtpferde waren von der Sömmerung ausgeschlossen. Die Zahl der gealpten Pferde auf der Greina soll in früheren Jahrhunderten in die Hunderte gegangen sein.
Auszug aus der Verordnung zum Schutz der Pilze vom Doch der Strapazen nicht genug, folgte ein paar Meter später eine fast senkrechte Wand und zu Letzt musste ein Netz überwun-. Mai Zwar sind es erst zwei Jahre her seit der Vereinsgebietserweiterung nach Stettfurt und der Namensänderung auf Gewerbeverein Matzingen-Stettfurt, die Wurzeln des Vereins freilich reichen 28 Jahre zurück, als der Verein GewerbeWirtschaft Matzingen ins Leben gerufen worden war. Es wartet ein Gutschein der Migros im Wert von Franken. Nun ist er mit voller Motivation zurück.
Beweidet wurde dabei aber fast nur der flache Talgrund, der als ideales Pferdeterrain galt. Die Hänge überliess man den Tessiner Rindern und Schafen. Damit, so glaubten die Lugnezer, hätten sie den Fünfer und das Weggli gewonnen: Den von Aquila zu leistenden, "ewigen" Zins und die besten Weidegründe auf der Greina. Jahrhundertelange Streitereien um diese Zinsverpflichtung waren die Folge, immer neue Kompromisse wurden geschlossen. Es waren Konflikte, wie sie typisch sind für die gemeinschaftliche Nutzung der Allmenden.
Man muss sie nur lassen. Danach seien alle Versuche, ein Gemeingut gemeinschaftlich zu bewirtschaften, zum Scheitern verurteilt, weil der Mensch dazu neige, überhöhte Ansprüche zu stellen. Deshalb brauche es, je nach ideologischem Standpunkt, entweder den Staat oder die Privatwirtschaft, um diese Dinge nachhaltig zu regeln. Ostrom gab sich mit dieser stark vereinfachten Vorstellung nicht zufrieden und suchte weltweit nach Beispielen einer erfolgreichen Bewirtschaftung von Allmenden. Sie wurde fündig, unter anderem im Walliser Bergdorf Törbel: Dort hatte sich im Spätmittelalter ein System der Bewirtschaftung der Alpweiden und Wälder etabliert, das im wesentlichen bis in die heutige Zeit Gültigkeit hat und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Dorfes bis ins späte Jahrhundert hinein die Selbstversorgung ermöglichte, ohne entscheidend an den Ressourcen zu nagen.
Jeder Viehhalter war berechtigt, seine Tiere zu alpen. Limitierend wirkte die Winterregel: Danach durfte nur soviel Vieh gesömmert werden, wie im Winter eingestallt worden war. Vertrauen ist wichtig Die Bauern waren gehalten, die Sennen für ihre Arbeit anteilsmässig zu entschädigen oder selbst Hand anzulegen, die Erträge in Form von Käse wurden redlich geteilt.
Ähnliche Regeln galten für den Forst. Sie waren kompliziert, aber notwendig. Im Streitfall sorgten Schlichter und Entscheider auf verschiedenen Stuben für die Durchsetzung der geltenden Regeln — für Elinor Ostrom eine wichtige Voraussetzung für die gemeinsame Bewirtschaftung der Allmende. Vertrauen sei wichtig, sagte sie, die gemeinsame Nutzung von Alpweiden habe nur über Jahrhunderte funktionieren können, weil die Menschen einander vertraut hätten. Und weil sie sich gewehrt hätten gegen jene, die sich nicht an die selbst definierten Regeln hielten.
Dieses oft nur lokal verbreitete und mündlich überlieferte Kulturgut gerät mehr und mehr in Vergessenheit. Fachkundige Laien sind herzlich zum Mitmachen eingeladen.
Anmeldung und Anleitung auf www. Preise per SMS.
Kampf um Milchpreis. Schafe, Ziegen. Bauer, ledig, sucht.
Bild der Woche. Schweizer Bauer. Agro Specials. Bildquelle: Dietmar Rabich. Die gemeinsame Bewirtschaftung von Allmenden hat in den Alpen eine jahrhundertealte Tradition.

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