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Ein Jenseitiger aber warte schon besonders lange darauf, erhört zu werden. Keiner der Anwesenden meldet sich. Der Name müsse nicht unbedingt stimmen, erklärt Raffaela Forte.
Es könne auch der Name eines nahen Verwandten oder Bekannten des Toten sein. Dann eine Wortmeldung aus dem Publikum. Eine ältere Frau glaubt, in Fortes Schilderung vielleicht ihren Vater zu erkennen. Das Medium ist entzückt, reicht schnell ein paar vage ausformulierte Charaktereigenschaften nach.
Der vermeintliche Peter habe eine Bekannte aus dem Jenseits mitgebracht, erklärt sie. Den nächsten Versuch wagt Lydia Candido. Ein grosser, eher dunkelhäutiger Mann mit nacktem Oberkörper. Vielleicht ein Feldarbeiter, um die 50 Jahre alt. Candido aber weiss, zu wem Matteo will, und fordert die betroffene Person auf, nachzudenken. Die Beschreibung könnte auf ihren Schwiegervater Pablo passen, meint die Betroffene nach einiger Zeit. Sie habe ihn aber nie kennen gelernt und wisse nicht, wie er aussehe.
Ein gefundenes Fressen für die Medien. Auch Christoph Bührer schaltet sich ein.
Sie sollen dir helfen, ein Bild von den Singles bei den einzelnen Singlebörsen zu bekommen. Auch sah ich dazumal schon mit dem unbestimmten doch sichern Blicke das neue Heranwogen der alten Aristokratie …. Guggenbühl: Das ist ein langer Prozess mit verschiedenen Phasen. Allerdings sollte man immer mit der Möglichkeit rechnen, dass man sich zu stark voneinander entfernt hat und keine Gemeinsamkeiten mehr bestehen. Ort: Viersen.
Ausführlich erzählt er aus Pablos Leben und von seinen Bekanntschaften im Jenseits, berichtet von Pablos Begeisterung für die Kreativität und die Kunst der Betroffenen und versichert ihr, dass Pablo stolz sei auf die Frau seines Sohnes. Erste Tränen fliessen, das anfängliche Zweifeln der Besucher scheint nach und nach zu weichen. Es folgen weitere Kontaktaufnahmen der Medien mit dem Jenseits. Mehr und mehr Zentrumsbesucher melden sich und glauben, in den aus dem Jenseits übermittelten Beschreibungen ihre verstorbenen Bekannten zu erkennen.
Etwa Walter, den strengen Vater und leidenschaftlichen Naturliebhaber, der sich bei seiner Tochter entschuldigen möchte. Oder Frau Müller, die ihrer ehemaligen Pflegerin nochmals für alles danken will. Der Grundton in den Beschreibungen ist durchwegs positiv. Woher aber haben bestimmte Menschen angeblich die Fähigkeit, mit Toten in Kontakt zu treten?
Anders als normale Menschen, die nur sehen, hören oder fühlen könnten, beherrschten Medien eben auch das Hellsehen und Hellhören. Mit Religiosität habe das aber genauso wenig zu tun wie mit Scharlatanerie, betont er. Hannes Guggenbühls Spezialgebiet ist das mediale Zeichnen.
Mit Hilfe aus dem Jenseits möchte er an diesem Abend Porträts anfertigen, in denen die Besucher ihre verstorbenen Bekannten wiedererkennen können. In tranceartigem Zustand beginnt er zu zeichnen, während seine Berufskollegen weiter aus dem Jenseits erzählen. Guggenbühls Bleistift-Zeichnungen sind gut. Als Strassenkünstler hätte er wohl einigen Erfolg gehabt. Hier aber scheint niemand etwas mit seinen Porträts anfangen zu können. Erst dank der rhetorischen Hilfe von Christoph Bührer melden sich vereinzelte Personen aus dem Publikum.